Sonntag, 24. November 2013

Atera-no Nana-taki

Das Muster für Atera-no Nana-taki ist da, nun kann es losgehen mit der Lacespinnerei! Niemand geringeres als Monika Eckert hat dieses wunderbare Tuch für Spinnerinnen entworfen.

Die erfahrene Designerin von Lacestrickereien hat bei diesem Tuch berücksichtigt, dass nicht alle Spinnerinnen gleich viel Garn aus dem Kammzug heraus bekommen. Atera-no Nana-taki hat mehrere Mustersätze, wobei ab dem zweiten Mustersatz jeder das Ende des Tuches bilden kann. Wer also dicker spinnt (so wie ich) kettet vielleicht schon nach dem dritten Mustersatz ab.


Heute zeige ich euch hier das Bild von Monikas Tuch. Sie ist eine Meisterin des Lacespinnens - natürlich hat Sie alle fünf Mustersätze aus ihrem Kammzug herausbekomen.

Die Kammzüge dazu sind von mir gefärbt. In herrlichen Farbverläufen, die die "Anatomie" eines Tuches berücksichtigen - für die unteren Bereiche gibt es mehr Wolle im entsprechenden Ton, damit die Farbblocks im unteren Bereich nicht so schmal werden.

Kamzug und Muster gibt es im Spinnpaket. Diese findet ihr in meiner Wolltruhe. Hier ein paar Beispiele

Kamzug für Atera-no Nana-taki: Farbton Beere

Kamzug für Atera-no Nana-taki: Farbton Lavendel

Kamzug für Atera-no Nana-taki: Farbton Savanne

Im nächsten Post werde ich euch dann meine bescheideneren Versionen des Tuches zeigen ... ich durfte vorab schon mal Probespinnen und Stricken.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag...

Donnerstag, 21. November 2013

Die Früchte des Sommers

Was doch viele Hände gemeinsam bewegen können - ich bin ganz angetan davon. Ein Paket mit 1 Kg pflanzengefärbten Knäulchen und Strängchen ist bei mir eingetroffen. Wunderschön anzuschauen, jedes in einem anderen Farbton. Ich freue mich so darüber, dass ich sie mir immer wieder anschauen muß.

Regenbogen aus pflanzengefärbter Wolle
 Zuerst mal muß ich Anne herzlich danken für die gute Idee, die sie mit dem Blog Pflanzefärben 2013 hatte. Und dann muß ich ihr noch hundert mal danken für die Geduld, die sie mit uns hatte. Es ist nicht ganz einfach eine bunte Gruppe von Individualistinnen in eine Richtung zu dirigieren - Anne, das hast Du toll gemacht!




Man kann nur sagen: Mädels, diese Arbeit hat sich aber gelohnt! Vielen Dank an alle fleißigen Hände, die mitgemacht haben. Zu mehreren kann man einfach mehr bewegen, als alleine.

Ich bin noch ganz unsicher, ob ich aus dieser schönen Wolle etwas stricken soll, oder sie lieber einfach nur aufhebe um sie mir hin und wieder anzuschauen.Wie macht ihr anderen das?

Euch allen wünsche ich einen kooperativen Tag ...

Montag, 18. November 2013

Eine Woche mit herrlichen Kreativ-Kursen

Nicht nur, dass diese Woche die närrischen Tage wieder begonnen haben, nein, es gab in Mainz auch Kreativ-Tage. Genau das Richtige, um den grauen Novemberblues zu vertreiben.

Den Reigen eröffnete mein "Art Yarn Kurs" am vorletzten Wochenende. Herrliche bunte Garne sind durch die Hände von sechs Spinnerinnen entstanden. Es war ein schönes Wochenende mit einem ausgiebigen Entspannungsbad in Wolle ...


Gefolgt wurde das Wochenende von zwei Tagen, die ganz im Zeichendes Themas "Werken mit Vorschulkindern" standen. Vor allem haben wir uns intensiv mit dem Werkstoff  Holz beschäftigt ...


Und am Samstag hat sich der Kreis wieder mit kleinen Kringelchen geschlossen, die im Workshop "Bouclé Garne spinnen"entstanden sind ...


(Wer mehr über die Kurse erfahren möchte, muß hier unten auf "Weitere Informationen" klicken.
Ich habe das zum ersten Mal mit der Jump-Marke ausprobiert, damit der Artikel nicht zu lang auf einmal wird. Leider fällt der Link, den Blogger dann generiert nicht wirklich auf.)

Samstag, 9. November 2013

Von Cochenille und Wollflocke

Kann eine kleine Laus Stifter für eine Freundschaft sein? Uuuund wie! Die Geschichte möchte ich Euch noch erzählen... Einer Laus ist es zu verdanken, dass ich auf La Palma Wollflocke kennen gelernt habe.  

Die Insel La Palma hat eine abwechslungsreiche Geschichte im Bezug auf die jeweiligen Exportartikel, von denen die Bewohner lebten. Nach Zuckerrohr und Wein wurden eine Zeitlang Cochenille-Läuse gezüchtet und als begehrter Farbstoff ausgeführt. Sie waren eine bedeutende Einnahmequelle für die Insel. Als es gelang Karmin synthetisch herzustellen, brach der Export um 1880 zusammen. 


Aus dieser Zeit sind die Opuntien mitsamt den Läusen überall im Land verwildert. Heute wird in bescheidenem Maß noch Cochenille gezüchtet und gesammelt. 


Wer  wie ich gerne mit natürlichen Farbstoffen färbt wird verstehen, daß es mich besonders fasziniert hat, diese Läuse in Natura zu betrachten. Bei einem Ausflug in die Berge von La Palma habe ich die Opuntien (Kaktusfeige) und die Läuse, die darauf leben genauer in Augenschein genommen.

Man sieht schon, dass die Läuse den Pflanzen durchaus zusetzen, so wie unsere Blatt- uns Schildläuse auch.


Aus der Nähe betrachtet sehen die (weiblichen) Läuse so aus. 

Nach dieser Expedition wollte ich doch gerne versuchen etwas Cochenille zu kaufen und damit zu färben. Aus dem Pflanzenfärbenblog wußte ich, dass es eine Bloggerin -Wollflocke - auf La Palma gibt, die die Cochenille-Einkaufsquellen dort kennt. Also habe ich sie angemailt und um Hilfe gebeten. 

Frau Wollflocke hat mir sofort angeboten, dass wir uns treffen und es war sooooo schön, dass wir noch gaaaanz viel zusammen unternommen haben. 


Unter anderem waren wir zusammen im Seidenmuseum in El Paso. Hier sind wir dann natürlich auch wieder auf die Cochenille-Laus getroffen. Wollflocke hat viele Bilder gemacht und schon einen so schönen Bericht darüber geschrieben.

So hat die kleine Laus auf den Blätter der Opuntien Wollflocke und mich zusammengeführt. 

Schade, dass der Urlaub schon vorüber ist - Tschüss,  ich komme Dich bald wieder besuchen...

Euch wünsche ich ein Wochenende im Kreis lieber Freunde...