Samstag, 9. November 2013

Von Cochenille und Wollflocke

Kann eine kleine Laus Stifter für eine Freundschaft sein? Uuuund wie! Die Geschichte möchte ich Euch noch erzählen... Einer Laus ist es zu verdanken, dass ich auf La Palma Wollflocke kennen gelernt habe.  

Die Insel La Palma hat eine abwechslungsreiche Geschichte im Bezug auf die jeweiligen Exportartikel, von denen die Bewohner lebten. Nach Zuckerrohr und Wein wurden eine Zeitlang Cochenille-Läuse gezüchtet und als begehrter Farbstoff ausgeführt. Sie waren eine bedeutende Einnahmequelle für die Insel. Als es gelang Karmin synthetisch herzustellen, brach der Export um 1880 zusammen. 


Aus dieser Zeit sind die Opuntien mitsamt den Läusen überall im Land verwildert. Heute wird in bescheidenem Maß noch Cochenille gezüchtet und gesammelt. 


Wer  wie ich gerne mit natürlichen Farbstoffen färbt wird verstehen, daß es mich besonders fasziniert hat, diese Läuse in Natura zu betrachten. Bei einem Ausflug in die Berge von La Palma habe ich die Opuntien (Kaktusfeige) und die Läuse, die darauf leben genauer in Augenschein genommen.

Man sieht schon, dass die Läuse den Pflanzen durchaus zusetzen, so wie unsere Blatt- uns Schildläuse auch.


Aus der Nähe betrachtet sehen die (weiblichen) Läuse so aus. 

Nach dieser Expedition wollte ich doch gerne versuchen etwas Cochenille zu kaufen und damit zu färben. Aus dem Pflanzenfärbenblog wußte ich, dass es eine Bloggerin -Wollflocke - auf La Palma gibt, die die Cochenille-Einkaufsquellen dort kennt. Also habe ich sie angemailt und um Hilfe gebeten. 

Frau Wollflocke hat mir sofort angeboten, dass wir uns treffen und es war sooooo schön, dass wir noch gaaaanz viel zusammen unternommen haben. 


Unter anderem waren wir zusammen im Seidenmuseum in El Paso. Hier sind wir dann natürlich auch wieder auf die Cochenille-Laus getroffen. Wollflocke hat viele Bilder gemacht und schon einen so schönen Bericht darüber geschrieben.

So hat die kleine Laus auf den Blätter der Opuntien Wollflocke und mich zusammengeführt. 

Schade, dass der Urlaub schon vorüber ist - Tschüss,  ich komme Dich bald wieder besuchen...

Euch wünsche ich ein Wochenende im Kreis lieber Freunde...

Donnerstag, 7. November 2013

Spontane haben den Vortritt...

In meinem Art Yarn Seminar am kommenden Wochenende (9./10.11.) und dem Bouclè Seminar am darauffolgenden Wochenende (16.11.) ist jeweils ein Platz frei geworden. Eine Teilnehmerin ist schwer erkrankt (Von hier aus gute Besserung an sie).


Wenn jemand ganz spontan Zeit und Lust hat dazu zu kommen, freue ich mich darüber. Bitte schnell melden, dann können wir die Eckpunkte klären. Beide Seminare finden in Mainz statt.

An die Tastaturen, fertig, los...

Mittwoch, 6. November 2013

Auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende...

... schade, denn in dliesem Fall bedauere ich das  wirklich sehr. Nicht nur, dass ich eine traumhafte Insel besuchen durfte, sondern ich habe auch einen wirklich lieben Menschen kennen gelernt. 

Aber lasst mich die Geschichte von Vorne erzählen:

Im November ein sonniges Urlaubsdomiziel zu finden, ist nicht ganz leicht, zumal wenn man keine Lust auf Massentourismus und lange Flugzeiten hat. Wir entschieden uns für die Insel La Palma und das war eine gute Wahl. So eine schöne Insel! 

Abwechslungsreich, grün, athemberaubende Landschaften, schwarze Strände und sehr nette Bewohner (darüber berichte ich noch genauer). Statt hier lange Reden zu halten lasse ich lieber Bilder sprechen.

Blick vom Plaza de Glorieta auf die bewaldeten Berge im Südwesten


Alles Grüne, das ihr hier seht sind Bananenplantagen bei Tazacorte. Die weißen Flecken sind eingepackte Felder - Windschutz für empfindlichere Sorten, habe ich mir sagen lassen. 


Der phantastische Ausblick vom Roque de los Muchachos (2400 m hoch). Rechts seht ihr ganz hinten, unten die Bananenplantagen und dahinter das Meer. Man fährt auf dieser kleinen Insel eigentlich ständig mal 1000 m hoch und dann gleich wieder runter. 

Im Süden der Insel sind die vulkanischen Aktivitäten am größten. Hier findet man viele "frische" Lavafelder von Vulkanausbrüchen (1949 u. 1971). Eine faszinierende Mondlandschaft.


Durch Küsten sind vorwiegend steil und bizzar. Aber der Atlantische Ozean verwandelt mit seiner starken Brandung die Felsen nach und nach in runde Kieselsteine und dann in Sand. Allerdings dürfte es noch ein paar zehntausend Jährchen dauern, bis La Palma ausgedehnte Sandstrände hat.


Und dann wieder dichte Kiefernwälder zur Erholung und zum Wandern. 

Wir haben diese Insel wirklich genossen. 

Euch wünsche ich einen abwechslungsreichen Tag...

Dienstag, 5. November 2013

Angelina-Ziege oder so...

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, woher eigentlich die Angelina-Fasern kommen? Ich weiß es jetzt, sie stammen von einer Ziege, genau wie Mohair. Glaubt ihr nicht - doch, bestimmt!



In der Fußgängerzone von Madrid habe ich sie gesehen. Sie leben dort auf großen Plätzen. Wenn man ihnen ein paar Cent in ihr Gefäß schmeißt, führt sie ein wildes Freudentänzchen auf.



Ich bin wieder zu Hause und wie ihr merkt guter Dinge und zu Scherzen aufgelegt. Es war ein schöner Urlaub, über den ich euch "etappenweise" berichten werde. Von Angelina-Ziegen ;-), Landschaften, Museen, Cochenill und einer lieben Bloggerin aus unserer Wollwelt -das kann man nicht alles in einem Post zusammenfassen.

Euch wünsche ich einen schönen Abend ....