Freitag, 23. September 2016

Wolle von Texel- und Ouessant-Schaf

Die letzten warmen Tage dieses Sommers habe ich genutzt, um meine "Sommerbeute" zu waschen und färben.

Die Wolle von Sechs Ouessant Schafen in wunderschönen Naturtönen - vor allem: ein Schwarz, das so tiefschwarz ist, wie ich es noch nie bei Wolle gesehen hatte.


Wie winzig klein die Vliese der Ouessantschafe gegen das Texelschaf sind: hier liegen zwei siebtel Texelvliese auf der selben Fläche wie oben drei ganze Ouessanvliese.


Gefärbt in verschiedenen Farbtönen und getrocknet in der warmen Sonne kann ich mich schnell an das Kämmen und verspinnen der ersten "Wollberge" machen.




Geplant habe ich die Wolle zu verweben. Ich denke, dass man daraus wunderschöne Stoffe für Kissen und Taschen herstellen kann. Die dürfen ja ruhig ein bisschen kratzen ;-).

Euch wünsche ich ein sonniges, warmes, wolliges Wochenende....





Donnerstag, 15. September 2016

Nun ist es endlich da - das Flatiron von Schacht Spindle. Probespinnen in der offenen Kardierwerkstatt am 17.09.2016

Wow, was für ein Spinnrad! Ich habe das Flatiron vom ersten Bild an gemocht - und viele Monate ist es eine Liebe auf die Ferne gewesen. (Es hat einige Monate gedauert, bis Schacht die ersten Räder an die Händler ausliefern konnte)

 
Beim Öffnen des Kartons war ich überrascht wie groß das Schwungrad in natura ist.



Man findet gut geschützt, die wunderschönen Teile des Spinnrads bis hin zu sauber nummerierten Packungen mit Schrauben und Werkzeugen. Eine gut bebilderte Anleitung erklärt Schritt für Schritt, den Aufbau.


Drei kleine Worte reichen, um das Flatiron Spinnrad zu beschreiben: Ich liebe es!

Die Konstruktion ist ausgefallen und genial stabil. Es gibt herrliche Details z.B. das alle Schrauben schwarz sind. Das Rad kann in drei Modi betrieben werden: Spulengebremst, Flügelgebremst und Doppelfädig. Da bleibt kein Wunsch mehr offen.

Die ersten Spinnversuche haben mir einfach nur Freude gemacht. Das Rad holt sich die Fasern quasi von alleine. Durch das große Schwungrad hat man phantastische Übersetzungen und muß kaum noch treten. Lacespinner können durch die High Speed und Super High Speed Wirtel traumhafte Umdrehungszahlen erreichen.

Wer möchte kann am 17.09.2016 in der offenen Kardierwerkstatt vorbeischauen und das Spinnrad selbst in augenschein nehmen und probespinnen. Weitere Infos findet Ihr hier.

Natürlich könnt Ihr das Rad auch zu einem andern Zeitpunkt ausprobieren. Schreibt mir einfach eine Mail an info (at) wiesensalat (punkt) de.

Donnerstag, 25. August 2016

Ferien schon wieder vorbei ...

Auch der schönste Urlaub geht leider irgendwann zuende - das wunderschöne Wetter macht uns den Abschied nicht leicht.

Aber wir haben viel gesehen und viel erlebt und ich fahre mit einem Kofferraum voller Schätze nach Hause: 2 Säcke voller weicher Wolle, direkt vom Schaf - mehrere Knäule Wolle und tolle Garnabwickler vom Wollfest in Sulingen - 30 kg bunteste Garne auf Konen zum verweben. (Davon aber später)

Und  das schönste möchte ich Euch hier zeigen: Eine alte Haspel von 1908, die mir gestern zum Abschluss noch in die Hände gefallen ist. Ich bin ganz hin und weg von diesem schönen Teil.


Sie hat ein Zählwerk aus hölzernen Zahnrädern und misst damit genau 66 Umdrehungen.


Dann erklingt ein Klacken erzeugt von einem hölzernen Hammer


Gleichzeitig misst ein weiteres Zählwerk, wann 20 x 66 Umdrehungen erreicht wurden. Ein Zeiger, der leider verloren gegangen ist zeigt an, wie weit man schon gekommen ist. Wenn die vollständige Zahl erreicht wurde erklingt ein zweiter Hammerschlag. Dieser Hammer ist leider auch verloren gegangen.


Die fehlenden Teile lassen sich sicher leicht ersetzten. Das Stück ist so schön, dass ich es einem Antiquitäten Schreiner geben werde um es fachmännisch reparieren zu lassen. 

Euch wünsche ich eine Woche voller Überraschungen ...

Dienstag, 9. August 2016

Endlich Ferien - mit leichtem ? Gepäck

Hin und her habe ich es mir überlegt, was ich alles mit in den Urlaub nehmen werde. Spinnräder, Webstuhl, Wollkisten, Strickzeuge - alle angefangenen Projekte haben "Hier ich, nimm mich mit!" gerufen und wollten unbedingt mitreisen. Dann habe ich eine weise Entscheidung getroffen: die ältesten Projekte zuerst - damit sie mal eine Chance auf Fertigstellung haben.

Bei der Auswählerei ist mir ein entzückendes Projekt in die Hände gefallen, dass ich vor einem Jahr begonnen habe, um Restknäuele zu verbrauchen. Ich finde, es eignet sich herrlich auch für handgesponnene Garne.


Etwas tunesisch Gehäkeltes. Ich mag die Technik gerne, wenn sich auch die Stücke leider immer sehr rollen. Das größte Problem war es eine dickere Häkelnadel zu bekommen. Knit Pro hat Häkelnadelenden für die Seile - leider nur bis Stärke 7 oder 8.


Ich häkele Freestyle und sehe, wohin mich das führen wird. Ein Top, eine Weste, ein Pulli, eine Jacke - noch ist alles offen...


Die Technik die ich anwende ist die "Drei Knäuel Technik" - immer zwischen drei Knäuel in den Reihen abwechseln - Knäuel 1 hin - Knäuel 2 zurück - Knäuel drei hin - Knäuel 1 zurück, Knäuel zwei hin, Knäuel drei zurück ... u.s.w. Das ergibt alleine schon wunderschöne Effekte. Damit es noch bunter wird, wechsele ich die Farben und Materialien für die Knäuel alle paar Reihen.

Euch wünsche ich eine abwechslungsreiche und bunte Woche ...