Montag, 13. August 2012

Sicherheit beim Wollefärben

Viele von uns färben ihre Wolle oft oder gelegentlich selbst. Ich auch.

Eine Atemmaske trage ich schon, wenn ich die Farben anrühre. Aber mit meinen Händen bin ich eher unvorsichtig. Auch beim Blick in den Färbetopf ist es mir noch nie in den Sinn gekommen die Atemschutzmaske erneut zur Hand zu nehmen - BISHER ...


Dieser Artikel, auf den ich zufällig gestoßen bin, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Lynne Vogel berichtet hier, wie es ihr nach 20 Jahren des Selbstfärbens geht. Sie hat Allergien gegen die Farbstoffe aufgebaut und färbt nur noch gelegentlich. Ihre Seminartätigkeit hat sie ganz einstellen müssen.

Aber lest selbst .... und passt gut auf euch auf! Der Artikel ist in Englisch. (Wenn sich jemand sehr für das Thema interessiert und mit der Sprache gar nicht zurecht kommt, helfe ich gerne.)

Ich für meinen Teil werde in Zukunft beim Färben vorsichtiger sein - bevor Allergien auftreten!

Ich wünsche euch allen einen gesunden Tag ...

Kommentare:

  1. ........kann leider kein Englisch lesen und verstehen, aber sag mir doch, ob das auch fürs Färben mit Pflanzenfarben zutrifft?

    Liebe und nachdenkliche Grüße traudel

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    1. Beim färben mit Pflanzenfarben liegt die Gefahr im Umgang mit den Chemikalien - Alaun z.B. ist ätzend, wenn die Kristalle ungelöst auf die Haut gelangen.

      Zu den Pflanzen selbst steht nicht viel in dem Artikel, aber dazu kann ich Dir einiges sagen, da ich ja Kräuterpädagogin bin:
      Vor Dämpfen müsstest du dich nur in Acht nehmen, wenn Du mit hochgiftigen Pflanzen färbst (z.B. Eisenhut, Digitalis, Eibe, Herbstzeitlose, Maiglöckchen etc.). Ob die Stoffe, die toxisch sind über den Wasserdampf in die Lunge geraten könnten, kann ich nicht beurteilen - möglich wär es. Aber du müsstest unbedingt bei der Färbebrühe aufpassen. Bei Konakt mit der Haut kann es zu toxischen Wirkungen kommen. Dann ginge es Dir wie den alten Hexen mit ihrer Flugsalbe: Du bekämst einen Rausch (bestenfalls) oder eine Vergiftung.

      Abgesehen davon, ich würde nicht gerne Wolle auf der Haut tragen, die mit hochgiftigen Pflanzen gefärbt ist. Wer weiß ob da noch ein paar freie Alkaloide in der Wolle sind, die über die Haut reagieren können.

      Auch musst Du bei der Aufbereitung der Pflanzen (kleinschneiden) darauf achten, da es einige gibt, die Hautreizungen auslösen können (z.B. Götterbaum, Wilde Möhre, Pastinak, ...). Also dabei besser Hanschuhe tragen und nackte Arme vermeiden.

      Wenn jemand tiefer in das Thema Giftpflanzen einsteigen möchte, ich gebe dazu im Herbst ein Seminar:
      www.natur-im-kopf.de/naturakademie/28-giftig-ungeniessbar-essbar.html
      Es sind noch Plätze frei.

      Liebe Grüße
      Margit

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  2. Vielen Dank für den link - ja, das regt zum Nachdenken und zum Kauf einer guten Atemmaske an.
    Also bitte auch aufpassen bei pflanzlichen Färbungen, denn es gibt auch giftige Pflanzen und ganz besondere Vorsicht beim Umgang mit den Chemikalien und Beizmitteln.

    Liebe Grüße

    Sabine

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  3. ........danke Margit für die schnelle umfassende Antwort.
    Mit hochgiftigen Pflanzen würde ich nie färben und zum Wolle beizen verwende ich von Anfang an die Kaltbeize nach Tegeler.
    Ich hoffe, so liege ich richtig, denn Socken oder Schals und Mützen weiterzugeben, die mit hochgiftigen Pflanzen gefärbt sind, will ich nicht.

    Liebe Grüße Traudel

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  4. Ich finde es sehr wichtig, dass du dieses Thema ansprichst. Ich wundere mich oft über den sorglosen Umgang mit den Pülverchen. Mit giftigen Pflanzen färbe ich grundsätzlich draussen und überlege mir vorher gut, ob ich damit wirklich färben möchte. Wenn jemand aus meiner Wolle etwas strickt, rate ich bei bestimmten Färbungen ab, daraus Babysachen zu stricken.
    LG
    Sabine

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  5. Vielen Dank für die Infos Margit und das Aufmerksam-machen. Und erinnern gut auf sich aufzupassen.

    Ich danke dir!

    Wollige Grüße
    Claudia

    PS: Pass auch gut auf dich auf :)

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